Intensivpflege zu Hause -NEU- nur in Kaiserslautern

Intensivpflege zu Hause

Neu:  (nur im Pflegedienst Kaiserslautern ab 2017

Wir versorgen ab Januar 2017 intensivpflegebedürftige und beamtmungspflichtige Patienten /innen in der eigenen Häuslichkeit. Unsere Pflegeleistungen richten sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene.

Konzept für den Ambulanten Pflegedienst mit dem Funktionsbereich der außerklinische Intensivpflege
(Häusliche Intensivpflege und Heimbeatmung)


Inhalt

1. Vorwort
2. Pflegekonzept
3. Ziel des ambulanten Pflegedienstes
4. Ziel der ambulanten Intensiv- und Beatmungspflege
5. Der ambulante Pflegedienst „Ihre Engel der Pflege“ setzt sich folgende Ziele:
6. Wir erweitern
7. Qualifikation der verantwortlichen Pflegefachkraft
8. Standortwahl
9. Geschäftszeiten
10. Fachdisziplinen
11. Ablauf der Überleitung aus der Klinik
12. Koordination und interdisziplinäre Schnittstelle
13. Welche Pflegekräfte setzen wir ein?
14. Wer übernimmt die Kosten für die Versorgung?
15. Wer erhält Intensivpflege?
16. Außerklinische Intensivpflege (Behandlungs- und Beatmungspflege)
17. Welche weiteren Pflegeleistungen bieten wir?
18. Überwachung
19. Intensivpflegerische Patientenversorgung
20. Medizintechnik
21. Aufgaben einer Pain Nurse
22. Wie wird der Patient von uns versorgt?
23. Pflegemodell
24. Pflegesystem
25. Pflegeprozess
26. Information und Kommunikation
27. Qualitätsmanagement
28. Wirtschaftlichkeit
29. Unsere Kooperationspartner
30. Ausbildung
31. Bezugspflege
32. Schlusswort

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1. Vorwort

Der ambulante Pflegedienst „Ihre Engel der Pflege“ ist eine selbstständig wirtschaftende Einrichtung mit Geschäftsräumen in Eisenberg, Kaiserslautern und Maxdorf. Basis unseres Handelns als Unternehmen und Mitarbeiter der Pflegedienste ist unser Leitbild. Die darin beschriebenen Grundsätze sind wir verpflichtet. Die zentralen Werte der Pflegedienste, zuverlässig, innovativ, dynamisch und offen, sind für uns verbindlich.
Mit unseren Ambulanten Pflegediensten unterstützen wir aufgrund unserer fachlichen Kompetenz, die betroffenen Menschen und deren Angehörige mit der Zielsetzung, ein Höchstmaß an (wiedererlangter) Selbständigkeit in ihrer gewohnten Umgebung so lange wie möglich sicher und angenehm zu gestalten.
Für unsere medizinisch hochqualifizierte Behandlungspflege, arbeiten wir  mit den Behandelten Ärzten/Fachärzten eng zusammen, um Krankenhausaufenthalte zu vermeiden diese zu verkürzen oder die Nachsorge bei ambulanten Operationen, sicherzustellen.

Das Konzept stellt das pflegerische Angebot unseres Pflegedienstes dar und ist eine Handlungshilfe für alle Mitarbeiter. Das Konzept unterstützt unsere Außendarstellung und stellt eine Orientierung für Patienten, Angehörige, Betreuer und Kooperationspartner dar.

2. Pflegekonzept

Seit seiner Gründung des Pflegedienstes „Ihre Engel der Pflege“ ist das Ziel und die Aufgabe unseres Pflegedienstes die Pflege hauswirtschaftliche Versorgung und Betreuung kranker und / oder pflegebedürftiger Menschen in ihrer häuslichen Umgebung. Wir versorgen Pflegebedürftige aller Altersgruppen.
Schwerpunkte unserer pflegerischen Versorgung liegen im Bereich der intensivmedizinischen
Krankenpflege und der Pflege nach dem Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI). Weitere Ziele sind die Existenzsicherung der Pflegedienste und aller Mitarbeiter, die Entwicklung eines kunden-orientierten Unternehmens, sowie das Schaffen neuer Arbeitsplätze. 

Um diese Aufgabe erfüllen zu können sind wir Vertragspartner aller Kranken- und Pflegekassen.
Ihre Engel der Pflege bieten kranken, behinderten oder hilfebedürftigen Menschen individuelle und umfassende Pflege- und Betreuungsleistungen an.

3. Ziel des ambulanten Pflegedienstes

Zur Durchführung einer professionellen Pflege, hauswirtschaftlichen Leistungen und Betreuung unserer Kunden beschäftigen wir Pflegefachkräfte, geschulte und qualifizierte Mitarbeiter mit unterschiedlichen Fachqualifikationen und Weiterbildungen aus unterschiedlichen Berufs-gruppen. Wir erfüllen damit die gesetzlichen Anforderungen und achten darüber hinaus stets auf einen aktuellen Wissensstand unserer Mitarbeiter. Wir bieten bedarfsgerecht und regelmäßig interne und externe Schulungen, Fort- und Weiterbildungen an und erwarten diesbezüglich ein gerechtfertigtes Maß an Eigeninitiative unserer Mitarbeiter. Verschiedene Fachliteratur und Fachzeitschriften stehen den ambulanten Pflegediensten zur Verfügung.

4. Ziel der ambulanten Intensiv- und Beatmungspflege

Die Versorgungen in der ambulanten Intensiv- und Beatmungspflege hat erheblich zugenommen. Aus diesem Aspekt ergibt sich die Notwendigkeit, dass sich unsere Fachkräfte  auf die Versorgungsbedarfe der außerklinischen Intensivpflege, sowie Heimbeatmungspflege für Erwachsene und Kinder spezialisiert haben.

Unser ambulanter Pflegedienst „Ihre Engel der Pflege“ sieht als besonderes Ziel und Herausforderung die Leistungen im Rahmen eines Intensivpflegedienstes zu erweitern.

5. Der ambulante Pflegedienst „Ihre Engel der Pflege“ setzt sich folgende Ziele:

  • Sicherung von Arbeitsplätzen
  • Schaffung von Arbeitsplätzen für Nachwuchskräfte
  • Steigerung der Konkurrenzfähigkeit unseres Pflegedienstes
  • Erhalt der Arbeitsfähigkeit älter werdender Mitarbeiterinnen

Als zentraler Bestandteil des Konzeptes kristallisierte sich die Erweiterung des Angebotes durch die Einrichtung einer außerklinischen Intensivpflege und Heimbeatmungspflege heraus, da mit diesem Angebot das Erreichen der o.g. Ziele unterstützt wird. Um der zunehmenden Nachfrage einer außerklinischen Intensiv- und Heimbeatmungspflege gerecht zu werden ergänzen wir unser Versorgungsangebot in diesem Bereich.

6. Wir erweitern

ab 01. Januar  2017 unser Angebot im Pflegedienst in Kaiserslautern um den Bereich der ambulanten Intensiv- und Beatmungspflege. Dieser Pflegedienst ist dann zusätzlich auf die außerklinische Intensivpflege, sowie Heimbeatmungspflege für Erwachsene und Kinder spezialisiert.

7. Qualifikation der verantwortlichen Pflegefachkraft 

Die Pflege wird unter ständiger Verantwortung einer qualifizierten Pflegefachkraft mit langjähriger Erfahrung im stationären Krankenpflegebereich durchgeführt. Die Vertretung der verantwortlichen Pflegefachkraft (stellvertretende PDL) wird von examinierten Krankenschwestern / Altenpflegern und / oder Gesundheits- und Krankenpflegern mit langjährigen Erfahrungen in der stationären und ambulanten Altenhilfe tätig ausgeführt.
 
Die Aufgaben der Pflegedienstleitung sind u. a.:

  • Aufnahme und Beratungsgespräche
  • fachliche Planung und Überwachung der Pflegeprozesse unter Einbindung des Risiko-managements und der gesetzlichen Auflagen.
  • Überwachung der fachgerechten Führung der Pflegedokumentation
  • Dienst- und Einsatzplanung entsprechend der individuellen Anforderungen der Patienten und der Wünsche der Mitarbeiter
  • Erstgespräche mit den Patienten bzw. deren Angehörigen oder gesetzlichen Vertretern
  • betriebswirtschaftliche Aufgaben
  • fachliche Führung der Pflegedokumentation
  • Pflegevisiten
  • Mitarbeiterführung hierzu gehört unter anderem die fachliche Leitung der Dienstbesprechungen, Führung von Mitarbeitergesprächen,
  • Mitarbeiterentwicklung fördern mit Zielvereinbarungsgesprächen.
  • Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern

Bei der Auswahl unserer Mitarbeiter legen wir größten Wert auf fachliche Qualifikation, soziale Kompetenz, persönliche Eignung, Kundenorientierung, Teamgeist, Eigeninitiative und Interesse an Fort- und Weiterbildung. Die jeweiligen Aufgaben sind in Stellenbeschreibungen der Mitarbeiter geregelt, die Verantwortlichkeiten in einem Organigramm.

Wir beschäftigen Mitarbeiter mit folgenden Qualifikationen:

  • Krankenschwester / -pfleger
  • Krankenpflegehelfer / -in
  • Gesundheits- und Krankenpflegerin / - pfleger
  • Kinderkrankenschwester / -pfleger
  • Altenpfleger / -in
  • Altenpflegehelfer / -in
  • Betreuungskräfte
  • Hauswirtschafter / -in
  • Auszubildende in der Altenpflege

Aufgrund der oben dargestellten Personalstruktur ist es möglich, eine kompetente und bedarfsgerechte Pflege nach anerkannten pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen zu erbringen.

8. Standortwahl

Die Standorte in Eisenberg, Kaiserslautern und Maxdorf  wurden unter demographischen Aspekten, sowie unter Berücksichtigung der bereits bestehenden ambulanten Pflege-einrichtungen der Umgebung, gewählt.

Der Hauptsitz der Verwaltung ist in der Ebertsheimerstrasse 37 in 67304 Eisenberg.

Zu unserem Einzugsgebiet zählen der Donnersbergkreis, Kreis Bad Dürkheim, Stadt und Land Kaiserslautern, der Südliche Landkreis Alzey-Worms, Frankenthal und der Rheinpfalzkreis. Das Versorgungsgebiet liegt 15 bis 20 km im Umkreis unserer Teamstützpunkte in Eisenberg, Kaiserslautern und Maxdorf.

Aufgrund des pflegefachlichen Schwerpunktes der außerklinischen Intensivpflege sind auch überbezirkliche Versorgungen der Patienten möglich. 

Der ambulante Pflegedienst „Ihre Enge der Pflege“ ist Mitglied im Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa).

9. Geschäftszeiten

Die Büroräume der Pflegedienste in Eisenberg, Kaiserslautern und Maxdorf sind Montag bis Freitag zwischen 9.00 Uhr und 16.00 Uhr besetzt. Außerhalb unserer Bürozeit oder bei Nichtbesetzung der Büros wird jeder Anruf auf das Mobiltelefon der diensthabenden Pflege-fachkraft weitergeleitet (Anrufweiterschaltung).

10. Fachdisziplinen

Die außerklinische Intensivpflege

Entsprechend den Erfordernissen und nach individueller Vereinbarung ist eine 24-stündige Intensivpflegerische Versorgung in der Häuslichkeit möglich. Unsere qualifizierten Mitarbeiter sind rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche für Sie da. Wir arbeiten in festen Teams und im Schichtsystem. Mit den Angehörigen und/oder Betreuern und dem multiprofessionellen Team arbeiten wir Hand-in-Hand zusammen. Um für unsere Patienten und deren Angehörigen eine Versorgung mit hoher Qualität nach den entsprechend gesetzlichen Vorgaben anzubieten, arbeiten wir mit den Patienten/Angehörigen, Betreuern und allen an der Versorgung beteiligten
zusammen. Um dies zu gewährleisten, sind  wir eng vernetzt mit Kliniken, medizinischen Fachzentren, Ärzten und Therapeuten.

Für jede Patientin und jeden Patienten stellen wir ein eigenes Pflegeteam zusammen, bestehend aus examinierten Pflegekräften. In enger Abstimmung mit den Angehörigen, der entlassenden Einrichtung, den behandelnden Ärzten, den Therapeuten und den Sanitäts-häusern bereiten wir rechtzeitig einen reibungslosen fachlichen Übergang und stellen optimale Weiterversorgung des Patienten in der Häuslichkeit sicher.

11. Ablauf der Überleitung aus der Klinik

Nach Kontaktaufnahme durch das Krankenhaus, der jeweiligen Krankenkasse, Angehörige  oder durch Betreuer des Patienten, erfolgt bereits am nächsten Tag ein erstes Gespräch mit den Beteiligten im Krankenhaus. Entscheidet sich der Patient nach diesem Gespräch für eine Versorgung durch den Pflegedienst „Ihre Engel der Pflege“, übernimmt unser Überleitungs-management die weitere Bearbeitung, um den Patienten sobald wie möglich nach Hause holen zu können. Zunächst setzen wir uns mit der Krankenkasse oder Versicherung in Verbindung und veranlassen eine Kostenübernahmeerklärung. Dann stellen wir nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten ein Team zusammen. Wir prüfen was im Haus des Patienten eventuell verändert werden muss, um eine bestmögliche intensivpflegerische Versorgung des Patienten in der Häuslichkeit zu ermöglichen. Die Anwendung eines ganzheitlichen Pflege- und Betreuungs-konzepts nach neuesten pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen sowie das Wohlergehen und die Würde unserer Patienten hat absolute Priorität.

12. Koordination und interdisziplinäre Schnittstelle

Unsere Pflegedienstleitung und/oder deren Stellvertretung dient als interdisziplinäre Schnittstelle für den Informationsfluss zwischen Ärzten, Krankenhaus, Therapeuten, Lieferanten, Apotheke etc. Je nach Information koordinieren und organisieren wir in Absprache mit allen Beteiligten die erforderlichen Maßnahmen.

13. Welche Pflegekräfte setzen wir ein?

Ihre Engel der Pflege setzen grundsätzlich examinierte Pflegekräfte ein. Zusätzlich wird nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten entschieden, welche zusätzlichen Qualifikationen die Mitarbeiter des Teams mitbringen müssen. Speziell für beatmete Patienten haben wir Mitarbeiter die die Fortbildung für außerklinische Beatmung absolviert haben. Handelt es sich bei dem Patienten um ein Kind, werden Kinderkrankenschwestern in das zu gründende Team eingeteilt.

14. Wer übernimmt die Kosten für die Versorgung?

Die Kosten werden von der Krankenkasse oder der Versicherung übernommen.

15. Wer erhält Intensivpflege?

  • Menschen, die eine Trachealkanüle benötigen und die endotracheal abgesaugt werden müssen
  • Menschen, die beatmet werden müssen
  • Menschen, die sich mit einem Hirnschaden in einem Koma- oder Wachkomazustand befinden z.B. nach SHT (Schädelhirntrauma), Schlaganfall, Hirnblutung usw.
  • Patienten mit hypoxischem Hirnschädigungen z.B. nach Kardiopulmonaler Reanimation
  • Beatmungspflichtige (COPD-)Patienten bzw. Patienten mit respiratorischer Insuffizienz
  • Querschnittgelähmte
  • Patienten mit Apallischem Syndrom (Wachkoma)
  • Patienten mit Tumorerkrankungen
  • Patienten mit besonderen neurologischen Erkrankungen,  z.B. ALS oder mit Bewusstlosigkeit/Koma
  • Patienten mit Herzrhythmusstörungen oder Störungen im Flüssigkeits-, Elektrolyt-, Säure- und/oder Basenhaushalt.

16. Außerklinische Intensivpflege (Behandlungs- und Beatmungspflege)

Die Behandlungs- und Beatmungspflege wird von unseren examinierten Pflegekräften gemäß den vorliegenden ärztlichen Anordnungen sowie der  Vertrags-vereinbarungen mit den Krankenkassen und den gesetzlichen Anforderungen durchgeführt.

Folgende Leistungen bieten wir im Rahmen der intensivmedizinischen Behandlungen gemäß ärztlicher Verordnung unter anderem an:           

  • Absaugen
  • Blasenspülung
  • Blutdruckmessung
  • Blutzuckermessung
  • Dekubitus Behandlung
  • Drainagen, Überprüfen und Versorgen
  • Einlauf, Klistier, Klysma, digitale Enddarmungsräumung
  • Flüssigkeitsbilanzierung
  • Infusion, i.v.
  • Trachealkanüle, Wechsel und Pflege
  • Venenkatheter (Port), Versorgung
  • Versorgung eines suprapubischen Katheters
  • Injektionen und Richten von Injektionen
  • Inhalation
  • Medikamentengabe etc.
  • Förderung der Fähigkeit zur Kommunikation bei liegender Trachealkanüle
  • Grundpflege
  • Entwöhnung der Beatmungspflicht
  • Erhalt, Förderung und Stabilisierung der eigenen Kräfte des Patienten
  • Ständige Überwachung, Kontrolle und Stabilisierung der Vital- und Beatmungsparameter
  • Notfallmanagement
  • Erstversorgung und Überleitung ins Krankenhaus


17. Welche weiteren Pflegeleistungen bieten wir?

  • Qualifizierte Grund- und Behandlungspflege
  • Absaugen (nasal, oral, endotracheal) oder Cough Assist
  • Tracheostoma Versorgung und- Wechsel
  • Infusionsgabe
  • Flüssigkeitsbilanzierung
  • Sauerstoffgabe
  • Stomaversorgung
  • Enterale- & parenterale Ernährung
  • Wundbehandlung und -versorgung
  • Mobilisation


18. Überwachung

Wir überwachen Entsprechend unseres Versorgungsvertrages und der ärztlichen Verordnung die Beatmungsparameter, die Vitalfunktionen und das Bewusstsein unserer Patienten durch medizintechnische Geräte und Krankenbeobachtung.

Im Rahmen der Versorgung ermitteln wir unter anderem:

  • Die Sauerstoffsättigung im Blut
  • Der CO2-Gehalt der Atemluft
  • Der Zentrale Venendruck
  • Der Blutdruck
  • Die Atmungsaktivität
  • Die Körpertemperatur
  • Der Bewusstseinszustand


19. Intensivpflegerische Patientenversorgung

Hierzu gehören unter anderem folgende Tätigkeiten:

  • Endotracheales Absaugen
  • Trachealkanüle wechseln und pflegen
  • PEG- und Portversorgung
  • Wundversorgung und Verbandswechsel
  • Verabreichen von Sauerstoff
  • Medikamentenversorgung und Infusionstherapie
  • Durchführung kleinerer invasiver Eingriffe, z.B. das Legen eines Blasenkatheders, eines venösen Zugangs oder einer Magensonde.
  • Beratungen. Indikation- Kontraindikation (Wechselwirkungen) und Besonderheiten von Maßnahmen.

20. Medizintechnik

Wir bedienen und überwachen das Beatmungsgerät (bei Heimbeatmung) und weitere erforderliche medizintechnische Geräte.

Darüber hinaus gibt es in unserem Pflegedienst Pflegekräfte, die sich in speziellen Gebieten weitergebildet haben:

  • Pain - Nurses bieten Patienten mit akuten oder tumorbedingten Schmerzen ein angemessenes Schmerzmanagement an.


21. Aufgaben einer Pain Nurse

Die Kernkompetenzen einer Pain Nurse sind Schmerzen messen, professionell erfassen um sie gemeinsam  mit dem Versorgungsarzt/ Facharzt zu behandeln.

„Schmerzmanagement in der Pflege“

Als zertifizierte Pain Nurse verfügt unsere Pflegefachkraft über die notwendigen Erfahrungen und Weiterbildungen, um den Patienten bei akuten und chronischen Schmerzen zu betreuen. Gemeinsam mit dem Arzt/Facharzt wird die bestmögliche Behandlung individuell für Sie erstellt. Hierzu gehört auch das professionelle Angebot und Beratung der nicht-medikamentösen Maßnahmen zur Pflege von Menschen mit akuten und/oder chronischen Schmerzen.

Dazu gehören z. B.:

  • Anleitungen zu nichtmedikamentösen Therapien, wie Kälte- und Wärmebehandlungen
  • Einsatz eines Tensgerätes
  • Physiotherapie
  • Psychotherapie
  • Führen eines Schmerztagebuches, um ihre Schmerzmittel individuell auf den Patienten abzustimmen und Schmerzspitzen im Tagesverlauf und bei Aktivitäten zu vermeiden.
  • Aufklärung und Beratung über das Krankheitsbild, die ärztlich verordneten Medikamente und deren Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und/oder Besonderheiten. Diese Beratung beinhaltet auch die Informationen zu Indikation und Kontraindikation. Maßnahmen, damit der Patient, Angehörigen/Betreuer eine Entscheidungsmöglichkeit hat.

Unser Ziel ist es, dass ihre Schmerzen reduziert werden und  Sie aktiv am Leben teilhaben und ihre sozialen Kontakte pflegen können.

22. Wie wird der Patient von uns versorgt?

Alle Mitarbeiter verpflichten sich zu ständiger Fort- und Weiterbildung. Sie werden auf der Grundlage unseres Einarbeitungskonzepts durch Pflegekräfte eingearbeitet.
Regelmäßige Pflegevisiten stellen sicher, dass eine fachgerechte, am Bedarf orientierte Pflege erbracht wird und der Pflegeprozess den veränderten Gegebenheiten angepasst wird.

Grundlage  unseres pflegerischen Handelns ist das Pflegemodell nach M. Krohwinkel. In unserem Pflegeleitbild haben sich alle Mitarbeiter des Teams „Ihre Engel der Pflege“ zu gemeinsamen Grundsätzen pflegerischen Handelns verpflichtet.

Nachdem in einem Aufnahmegespräch die pflegerelevanten Daten erhoben wurden (Anamnese), wird die Pflege, fachlich geplant (Pflegeplanung), nach neuesten pflege-wissenschaftlichen Erkenntnissen unter Einbeziehung unserer Pflegestandards durchgeführt und regelmäßig ausgewertet und angepasst (Pflegevisiten, Pflegedokumentationskontrolle). Um einen erfolgreichen Pflegeverlauf zu gewährleisten werden die Ressourcen unserer Patienten in der Pflegeplanung berücksichtigt und gefördert, um so ein größtmögliches Maß an Unabhängigkeit für sie zu erhalten und wiederzuerlangen. Wir ermitteln die verschiedenen Risiken. Wir ermitteln die individuellen Risiken des Patienten um hierbei beratend und unterstützend zur Seite zu stehen und diese Risiken in die Pflege und Versorgung einzubeziehen.

23. Pflegemodell

In unserer Einrichtung wenden wir das bedürfnisorientierte Pflegemodell von Monika Krohwinkel an. Wir gestalten die Pflegeplanung für jeden einzelnen von uns betreuten Kunden nach diesem bedürfnisorientierten Modell, dass die "Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens" (AEDL) in den Vordergrund stellt. 

2017 stellen auch die Engel der Pflege auf die Die systematisierte Informationssammlung in der Pflege um „Implementierung der Strukturierten Informationssammlung im ambulanten Pflegedienst“, abgekürzt  SIS. 

Die SIS soll im Wesentlichen zu einer verschlankten und entbürokratisierten Pflege-dokumentation führen. Die Einführung der SIS soll in verschiedenen Umsetzungsschritten stattfinden, dabei kann der individuelle Pflegeprozess bei der Umstellung erhalten werden, ohne diesen zu unterbrechen.

Ziel ist es, die Anforderungen an den Umfang der Dokumentation zu verringern, dabei aber den Umfang der Qualität zu erhöhen.

Die 4 Phasen des Pflegeprozesses der SIS

Der Pflegeprozess basiert im Wesentlichen auf vier Phasen, welche gleichzeitig die Grundstruktur dieser Pflegedokumentation bilden. Den Anfang bildet die Aufnahme der strukturierten Informationssammlung. Daraus resultierend entsteht im zweiten Schritt eine Maßnahmenplanung, auf Basis der fachlichen Bewertung der strukturierten

Informationssammlung. Im dritten Schritt wird das Hauptaugenmerk auf Abweichungen von regelmäßig wiederkehrenden Pflege und Betreuungsabläufen gelegt, welche im Berichte Blatt dokumentiert werden. Die vierte Phase besteht aus der Evaluation. Auf Basis der Erkenntnisse der ersten 3 Phasen werden hier neue Schwerpunkte in der Evaluation gesetzt. Dabei hat das Strukturmodell den Anspruch, „ein wissenschaftsbasiertes Konzept zur Dokumentation der Pflege…“, darzustellen.

Die pflege- und betreuungsrelevanten Themenfelder sind im Einzelnen

  • Themenfeld 1: Kognition und Kommunikation
  • Themenfeld 2: Mobilität und Bewegung
  • Themenfeld 3: Krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen
  • Themenfeld 4: Selbstversorgung
  • Themenfeld 5: Leben in sozialen Beziehungen
  • Themenfeld 6: Wohnen/Häuslichkeit  / Haushaltsführung


Die Pflegedokumentation bestand bisher aus:

  • Stammblatt/Pflegeanamnese (inkl. Biographie)
  • Überleitbogen
  • Pflegeplanung
  • Pflegeablaufplan
  • Pflegeberich/Tagesbericht
  • Arztanordnungsbogen
  • Assessments zur Risikoermittlung
  • Leistungsnachweise
  • Medikamentenplan
  • Evtl. Bewegungs-/Lagerungsplan
  • Vitalwertebogen
  • Bilanzierungsbogen
  • Verlegungsbericht
  • Kommunikationsbogen
  • U.a.b.Bed.

Bis zur vollen Umstellung aller Patienten auf SIS wird dies auch bleiben.

24. Pflegesystem

Um eine Vertrauensbasis zu unseren Kunden zu schaffen und Kontinuität in der Pflege und Betreuung zu gewährleisten, arbeiten unsere Mitarbeiter in festen Pflegeteams unter der Verantwortung eines Teamleiters. Der Teamleiter ist innerhalb des Teams für die Belange des Kunden der erste Ansprechpartner und vertritt seine Teammitglieder gegenüber der Pflegedienstleitung.

25. Pflegeprozess

Unter dem Pflegeprozess wird die systematische patientenorientierte Pflegeplanung verstanden. Der Pflegeprozess hat zum Ziel, auf systematische Art und Weise dem Bedürfnis des Patienten nach pflegerischer Betreuung  zu entsprechen. Dabei besteht dieser Prozess aus einer Reihe von logischen, voneinander abhängigen Überlegungs-, Entscheidungs- und Handlungsschritten, die auf eine Problemlösung ausgerichtet sind und im Sinne eines Regelkreises einen Rückkoppelungseffekt in Form von Beurteilung und Neuanpassung enthalten. Die Pflege kann nur dann zum Erfolg führen, wenn alle Pflegemaßnahmen und -Handlungen sinnvoll aufeinander abgestimmt sind und sich ergänzen. Das Resultat der Pflege wird am Pflegeziel gemessen. Wenn das Ziel erreicht wurde, ist der Vorgang beendet. Wenn aber Abweichungen vom Ziel vorkommen oder neue Probleme auftreten, beginnt der Prozess von neuem.

26. Information und Kommunikation

Jedem Pflegeteam liegt stets eine aktualisierte Informationsmappe vor, die das Fachwissen, wie Normparameter, Abkürzungs- und Begriffserklärungen, aktuelle Pflegestandards sowie Informationen zu Krankheitsbildern und wichtigen Gesetzen im Pflegebereich, beinhaltet.
Innerhalb der Pflegeteams finden monatliche Dienstberatungen unter Teilnahme der fachlichen Leitung oder einem Vertreter der Pflegedienstleitungen statt. Die Teamleiter treffen sich einmal  monatlich in den Diensträumen. Jährlich werden alle Mitarbeiter zu einer Gesamtberatung unter Leitung der Geschäftsleitung geladen.

Jeder Mitarbeiter dokumentiert nach Beendigung seines Dienstes die wichtigsten Begebenheiten in das Dokumentationssystem sowie über eine E-Mail an die Pflegedienstleitung und die fachliche Leitung. Sich anbahnende Probleme oder Fragen können dadurch sofort gelöst bzw. beantwortet werden.

27. Qualitätsmanagement

Qualität ist maßgebliches Ziel unserer Einrichtung. Wir erbringen unsere Dienstleistungen auf einem hohen Qualitätsniveau und vermitteln unseren Kunden das Gefühl von Sicherheit und professioneller Pflege und Betreuung. Die verschiedenen Maßnahmen zur Qualitätssicherung sind in unserem Qualitätsmanagementhandbuch beschrieben. Maßnahmen zur internen Qualitätssicherung sind unter anderem: Pflegevisiten und Qualitätskontrollen, Kundenbefragungen, Mitarbeiterbefragungen, Beschwerdemanagement.

28. Wirtschaftlichkeit

Damit wir unsere Qualitätsziele erreichen, achtet jeder im Team auf einen effizienten Umgang mit Materialien. Unser Anliegen ist die stete Optimierung der Abläufe. Das Gebot der Wirtschaftlichkeit begleitet stets unser Handeln.
    
29. Unsere Kooperationspartner

  • Kath. Fachhochschule Mainz Projekt Demenz
  • Umliegenden Pflegefachschulen
  • Westpfalzklinikum: Onkologische Pflege
  • Sanitätshaus: Ank in Kaiserslautern
  • Vero-care: Medizinprodukte
  • Verschiedene Apotheken

30. Ausbildung

Unser Pflegedienst bildet aus, weil er seinen Beitrag dazu leisten möchte, dass genügend qualifizierte Menschen in der Pflege arbeiten.

„Nur gut ausgebildetes Personal kann die Pflegequalität gewährleisten, zu der sich der Pflegedienst Ihre Engel der Pflege gegenüber seinen Patientinnen und Patienten verpflichtet hat.“

31. Bezugspflege

Wir sind immer bemüht, die gleiche Pflegefachkraft, Hauswirtschafter und Betreuungskräfte zu den Patienten zu schicken, so dass diese ein Vertrauensverhältnis aufbauen können.

32. Schlusswort

Das Konzept beschreibt unsere Arbeit im Pflegedienst, definiert unsere Zielsetzung und unsere Aufgaben. Um den stets wechselnden und steigenden Anforderungen der Pflege gerecht zu werden, ist eine Anpassung der Rahmenbedingungen unbedingt notwendig, um auch zukünftig eine qualifizierte Arbeit gewährleisten zu können.

Wir richten unsere Pflege und Versorgung stets nach den neuesten pflegerischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen aus. Unsere Aufgabe sehen wir darin den Patienten, Angehörigen und Betreuer in seiner individuellen Art und besonderen Persönlichkeit anzunehmen, fachlich zu unterstützen und zu begleiten.

Kinderdorfstraße 11, 67304 Eisenberg
Tel.: 06351-122580
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