Pflegegrade

Wie und wann erhält man ein Pflegegrad?

Der Pflegegrad bestimmt das Pflegegeld beziehungsweise die Pflegesachleistungen. Nicht die Schwere einer Erkrankung, sondern der Umfang der Hilfeleistungen bestimmt der Pflegegrad. Die Leistungen, die Pflegebedürftige von ihrer Pflegekasse erhalten, hängen von ihrer Einstufung in einen Pflegegrad ab. Dazu müssen der Pflegebedürftige beziehungsweise seine Angehörigen einen Antrag bei der Pflegekasse stellen. Auch hier helfen unsere Mitarbeiter/innen gern bei der Antragsstellung.
Die nachfolgend tabellarisch dargestellten Leistungen betreffen nur die Pflegegrade 2, 3, 4 und 5:

 
Pflegegrade Pflegegeld (1) Sachkosten(2) Tages/Nachtpflege Stationäre Pflege
2 316,00 € 689,00 € 689,00 € 770,00 €
3 545,00 € 1.298,00 € 1.298,00 € 1.262,00 €
4 728,00 € 1.612,00 € 1.612,00 € 1.775,00 €
5 901,00 € 1.995,00 € 1.995,00 € 2.005,00 €

 

 

 

 

 

 

 


Fünf Pflegegrade statt drei Pflegestufen ab 2017 – Das neue Prüfverfahren

Mit dem neuen Prüfverfahren NBA ("Neues Begutachtungsassessment") werden Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) oder anderer Prüforganisationen ab 2017 alle neuen Antragsteller auf Pflegeleistungen persönlich anhand eines Fragenkatalogs auf den Grad ihrer noch vorhandenen Selbstständigkeit hin überprüfen. Entsprechend des Gutachtens entscheidet dann die zuständige Pflegekasse, ob sie ihrem Versicherten einen Pflegegrad zubilligt oder seinen Antrag ablehnt.

Wie selbstständig ein Antragsteller noch ist, ermitteln die Prüfer mit dem neuen Begutachtungsinstrument NBA nach einem Punktesystem. Dabei gilt: Je mehr Punkte der Begutachtete erhält, einen umso höheren Pflegegrad und umso mehr Pflege- und Betreuungsleistungen genehmigt seine Pflegekasse.

Übersicht der "neuen Pflegestufen", der künftigen Pflegegrade

  • Pflegegrad 1: Geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit (12,5 bis unter 27 Punkte)
  • Pflegegrad 2: Erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit (27 bis unter 47,5 Punkte)
  • Pflegegrad 3: Schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit (47,5 bis unter 70 Punkte)
  • Pflegegrad 4: Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit (70 bis unter 90 Punkte)
  • Pflegegrad 5: Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung (90 bis 100 Punkte).

Bisher wurde zwischen Grundbetrag (104,- EUR) und erhöhtem Betrag (208,- EUR) im Monat unterschieden. Diese Unterscheidung entfällt ab 2017 und jeder Pflegebedürftige erhält einen einheitlichen Betrag in Höhe von 125,- EUR monatlich.

Das Neue hierbei: Die Verwendung der 125,- EUR gilt nun auch für sämtliche Sachleistungen des Pflegedienstes (außer für Körperpflege). Daneben bildet der Pflegegrad 1 eine Ausnahme: Hier kann der Entlastungsbetrag auch für Körperpflege genutzt werden.

Neudefinition der Pflegesachleistungen

Die Pflegesachleistungen der ambulanten Pflegedienste werden ab 2017 nicht mehr in Grundpflege und hauswirtschaftliche Leistungen unterschieden, sondern in 3 Bereiche:

Körperbezogene Pflegemaßnahmen, pflegerische Betreuungsmaßnahmen und Hilfen bei der Haushaltsführung. Beratungsbesuche nach § 37.3 SGB XI  Mit Inkrafttreten der Pflegereform 2017 haben alle eingestuften Pflegebedürftigen Anspruch auf 2 Beratungseinsätze pro Kalenderjahr. Dabei spielt es keine Rolle, ob man Pflegegeld, Kombinationsleistungen oder reine Pflegesachleistungen erhält.

Wenn Sie Fragen rund um die Pflege und Betreuung haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an uns.

Unsere Telefonnummern:
Eisenberg: 0 63 51-122 580 | Kaiserslautern: 06 31-34 100 755 | Maxdorf: 0 62 37-97 93 410

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Tel.: 06351-122580
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