Pflegeprozess

Pflegeprozess und Ergebnisqualität

  • Anhand eines standardisierten Pflegeanamnesebogens werden Informationen zum Pflegebedarf, der aktivierenden Pflege, sowie den Ressourcen des Patienten ermittelt. Zusätzlich wird durch eine wertschätzende Kommunikation und Instrumente der Informations-Weitergabe, die Versorgung und die Pflege gesichert. Wenn es erforderlich ist, wird der Pflegebedürftige in Zusammenhang mit den verschiedensten Berufsgruppen, z. B. von Ärzten, Therapeuten, Wundmanager u. a. betreut.
  • Angehörige o.a. Bezugspersonen, sowie biographische Relevanzen, werden in die Datenerhebung miteinbezogen. Kulturelle, religiöse und sonstige individuelle Bedürfnisse, Gegebenheiten und Wünsche unserer Klienten werden berücksichtigt.
  • Anhand der erhobenen Daten werden gemeinsam mit dem Patienten und den Angehörigen die Pflegeprobleme und Ressourcen zu den einzelnen AEDL´s ermittelt und eine Pflegeplanung erstellt, die die Pflegemaßnahmen und Pflegeziele feststellt und dokumentiert.
  • Die Angehörigen werden nach Möglichkeit in den Pflegeprozess mit- einbezogen und in gesundheitsfördernde und sichernde  Arbeitstechniken beraten und auf Wunsch eingewiesen.

Die systematisierte Informationssammlung

"Implementierung der Strukturierten Informationssammlung im ambulanten Pflegedienst", abgekürzt SIS. Wir beginnen 2019

Da wir in unserem Unternehmen, ambulante Pflegedienste, die SIS im neuen Jahr einführen möchten, müssen wir diesen Strukturwechsel im Kontext der Anforderungen an die Einrichtungen, als Antwort auf die demographischen Entwicklungen im Bezug zu den finanziellen und pflegerischen Ressourcen, als systematisch aufbauen. Die bürokratischen Anforderungen an einen ambulanten Pflegedienst setzen einen engen Rahmen und binden wichtige Ressourcen, welche durch die Entbürokratisierung in der Pflege, nicht einfach nur entlastet werden sollen, nein sie sollen zielgerichteter den tatsächlichen Bedürfnissen und Anforderungen der Patienten Rechnung tragen und dabei ein elementarer Bestandteil der Qualitätssicherung in der Pflege bleiben.

Die SIS soll im Wesentlichen zu einer verschlankten und entbürokratisierten Pflegedokumentation führen. Die Einführung der SIS soll in verschiedenen Umsetzungsschritten stattfinden, dabei kann der individuelle Pflegeprozess bei der Umstellung erhalten werden, ohne diesen zu unterbrechen.

Ziel ist es, die Anforderungen an den Umfang der Dokumentation zu verringern, dabei aber den Umfang der Qualität zu erhöhen. Dazu soll die SIS die bestehenden Modelle, z. B. das AEDL-Modell von M. Krohwinkel, ablösen.

Die 4 Phasen des Pflegeprozesses der SIS

Der Pflegeprozess basiert im Wesentlichen auf vier Phasen, welche gleichzeitig die Grundstruktur dieser Pflegedokumentation bilden. Den Anfang bildet die Aufnahme der strukturierten Informationssammlung. Daraus resultierend entsteht im zweiten Schritt eine Maßnahmenplanung, auf Basis der fachlichen Bewertung der strukturierten Informationssammlung. Im dritten Schritt wird das Hauptaugenmerk auf Abweichungen von regelmäßig wiederkehrenden Pflege und Betreuungsabläufen gelegt, welche im Berichte Blatt dokumentiert werden. Die vierte Phase besteht aus der Evaluation. Auf Basis der Erkenntnisse der ersten 3 Phasen werden hier neue Schwerpunkte in der Evaluation gesetzt. Dabei hat das Strukturmodell den Anspruch, "ein wissenschaftsbasiertes Konzept zur Dokumentation der Pflege…", darzustellen.

Die pflege- und betreuungsrelevanten Themenfelder sind im Einzelnen

  • Themenfeld 1: Kognition und Kommunikation
  • Themenfeld 2: Mobilität und Bewegung
  • Themenfeld 3: Krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen
  • Themenfeld 4: Selbstversorgung
  • Themenfeld 5: Leben in sozialen Beziehungen
  • Themenfeld 6: Wohnen/Häuslichkeit  / Haushaltsführung (ambulant)

Wenn Sie Fragen rund um die Pflege und Betreuung haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an uns.

Kinderdorfstraße 11, 67304 Eisenberg
Tel.: 06351-122580
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